PRESSEMITTEILUNG 536/2026
Aschaffenburg, den 30.01.26Staatsstraße 2309, Ausbau Ortsdurchfahrt Klingenberg a. M. (Wilhelmstraße) - Feierliche Verkehrsfreigabe
Unter Beisein von Frau Staatsministerin Judith Gerlach wurde heute am 30. Januar 2026 die ausgebaute Wilhelmstraße in der Ortsdurchfahrt Klingenberg feierlich für den Verkehr freigegeben. In rund 18 Monaten Bauzeit wurde das Nadelöhr in der Klingenberger Ortsdurchfahrt beseitigt und damit die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer sowie die Situation für die Anwohner verbessert.
Gerlach betonte: „Der Ausbau ist ein wichtiger Schritt für die nachhaltige Weiterentwicklung der Infrastruktur vor Ort. Er mindert die Belastung durch den Verkehr und erhöht die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer. Das ist ein spürbarer Gewinn für die Region und die Lebensqualität vor Ort.“ Die Ministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention hat die Verkehrsfreigabe in Vertretung ihres Kabinettskollegen Bauminister Christian Bernreiter vorgenommen.
Die Planungen für das Generationenprojekt begannen bereits in den 1980er Jahren, wobei nach intensiven Diskussionen beschlossen wurde, die Wilhelmstraße durch Zurücksetzen der mainseitigen Häuserfront zu verbreitern, ohne die bergseitige Häuserfront zu verändern. Dafür mussten die mainseitigen Grundstücke erworben und Gebäude abgerissen werden, was sich von den 1990er Jahren bis 2022 hinzog. Für den grundlegenden Stadtumbau im Nahbereich der Altstadt hat die Stadt Klingenberg am Main Bebauungspläne aufgestellt und somit den Rahmen für die Planung von neuen Gebäuden an der Wilhelmstraße und die künftige Gestaltung der Straße geschaffen.
Der Bau startete offiziell am 29. Juli 2024 mit einem Spatenstich durch Herrn Regierungspräsidenten Dr. Eugen Ehmann. Seither wurden sämtliche Leitungen in der Straße erneuert, die Fahrbahn von 4,50 m auf 6,50 m verbreitert sowie Gehwege und ein Parkstreifen angelegt. Wegen der besonderen Verkehrsbedeutung der Wilhelmstraße und zur Sicherstellung der Rettungswege wurde unter halbseitiger Verkehrsführung gebaut. Lediglich im Herbst 2025 war eine kurze Vollsperrung erforderlich. Die Bauarbeiten konnten bis Dezember 2025 so weit abgeschlossen werden, dass keine Verkehrsbeschränkungen mehr nötig waren.
Parallel zum Ausbau der Wilhelmstraße wurde das nebenliegende Bebauungsgebiet „Südliche Innenstadt“ durch die Stadt Klingenberg entwickelt. Die zeitgleiche Versorgung der benachbarten Hoch- und Tiefbaustellen bedeutete einen hohen logistischen Aufwand bei allen Beteiligten. Durch partnerschaftliche Abstimmungen zwischen allen Beteiligten konnte ein reibungsloser Bauablauf sichergestellt werden.
Die Gesamtkosten des Ausbaus belaufen sich auf rund 3,5 Mio. €, davon 2,3 Mio. € Baukosten. Hiervon trägt der Freistaat Bayern 1,4 Mio. €, die Stadt Klingenberg 0,5 Mio. € und die Versorgungsträger 0,4 Mio. €. Die Stadt erhält für den Ausbau der Wilhelmstraße Fördermittel in Höhe von 240.000 € nach dem Bayerischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz.
Wegen kalter Temperaturen verzögerten sich im Januar 2026 einige Restarbeiten, die nun ohne Verkehrsbeeinträchtigung auf der Staatsstraße ausgeführt werden. Anschließend werden Restarbeiten an den Nebenstraßen durchgeführt. Ab März 2026 folgt die Sanierung der Brückenstraße unter halbseitiger Verkehrsführung. Über den Baubeginn wird rechtzeitig informiert.
Das Staatliche Bauamt und die Stadt danken allen Verkehrsteilnehmern und Anwohnern für ihre Geduld und ihr Verständnis.
